Der Geist ist unser bester Freund – aus: Yoga – Wirkung. Wahrheit. Weisheit. von Claudia Scheiderer

Unser Geist kann also unser schlimmster Feind sein – oder unser bester Freund. Es kommt ganz darauf an, wie wir ihn benutzen. Auf jeden Fall ist er das mächtigste Werkzeug, das uns Menschen zur Verfügung steht. Zum richtigen Umgang mit dem Geist, hat der indische Weise Patanjali, der wohl zwischen 200 vor und 200 Jahre nach Christus gelebt hat, einen Yoga-Leitfaden in acht Stufen formuliert (Ashtanga Marga). Seine so genannten Yoga-Sutras gelten als der wichtigste Yoga-Text und gehören zum Raja-Yoga.

Unser Handeln ist durch den Zustand des Geistes bestimmt

Patanjali stellte fest, dass unser gesamtes Handeln durch den Zustand unseres Geistes bestimmt ist. Beobachten wir ihn einmal einen Augenblick. Was stellen wir fest? Er ist unruhig und zerstreut, seine Aufmerksamkeit springt ständig zwischen Objekten oder Sinneseindrücken hin und her, außerdem beschäftigt er sich noch mit der Planung der Zukunft und schlägt sich mit plötzlich aufploppenden Erinnerungen herum. Der arme Kerl. Er verhält sich wie ein Äffchen.

Springt einmal hier hin und einmal dorthin. Dieses Springen in die Zukunft zum Beispiel erzeugt bei uns dann Stress: Wir sind hier in der Gegenwart, würden aber lieber schon längst dort sein, wo unser Geist hingesprungen ist: in die Zukunft. „Mist, ich müsste schon längst mit Kochen fertig sein und jetzt klingelt schon wieder das Telefon!“ Oder: „Ich müsste schon längst in der Arbeit sein und jetzt stehe ich auch noch im Stau!“

Bügel, wenn Du bügelst!

Ein indischer Lehrer hat es auf folgende Zeile gebracht: when body is ironing, mind is ironing – also, wenn unser Körper bügelt, dann bügelt auch unser Geist. Ganz einfache Grundregel.

(aus “Yoga – Wirkung. Wahrheit. Weisheit.” von Claudia Scheiderer)

Erhältlich als Taschenbuch und als E-Book.

 

Mehr Informationen finden Sie unter www.tausendschlau.com.