Aller Anfang… Die Geburt des Yoga – aus: Yoga. Wirkung. Wahrheit. Weisheit. von Claudia Scheiderer

Die Anfänge des Yoga zu bestimmen, ist nicht leicht. Es existieren unterschiedlichste Aussagen dazu, wann Yoga das erste Mal aufgetaucht sein soll. Die einen lassen Yoga 7.000 bis 5.000 Jahre vor Christus mit dem Vedischen Zeitalter beginnen. Das würde bedeuten, dass die ersten Spuren bereits auf die vorarische Indus-Kultur – also in der Jungsteinzeit angesiedelt – zurück gehen. Andere wiederum schreiben Yoga erst den Indo-Ariern zu, die ab 1.500 vor Christus große Teile Nordindiens erobert haben.

Yoga bedeutet Joch!

Nicht zu verleugnen ist die Ähnlichkeit des Wortes Yoga mit den Eroberern. Mit ihren Streitwägen und Pferden beeindruckten sie die heimische Bevölkerung. Schnell tauchte der Vergleich der fünf Sinne mit fünf vor einen Wagen gespannten Pferden auf. Wobei der Wagen den Körper und der Geist den Wagenlenker symbolisiert. Yoga heißt in der ursprünglichen Übersetzung Gespann oder auch Joch und etwas weiter gefasst – wie in der Einleitung erwähnt – sich vereinen oder Einheit. Aber ob damit belegt ist, dass die arischen Stämme deswegen Yoga als Kulturgut mitgebracht haben, sei mal dahin gestellt.

Yoga ist eine Ekstase-Technik!

Auf jeden Fall taucht Yoga in Ansätzen in den Veden auf. Die Veden sind die ältesten verfügbaren indischen Schriften, die um 1.000 vor Christus aufgeschrieben wurden, aber wohl schon einige tausend Jahre älter sind. Auch der Ayurveda ist ein Bestandteil der Veden. Sie lassen darauf schließen, dass Yoga in der Frühzeit viel mit Ritualen und Ekstase-Techniken zu tun hatte. Die Veden gelten deshalb auch als eine Art göttliche Offenbarung, von Priestern in tiefer Meditation empfangen. Darum und auch um ein Herrschaftswissen aufrecht zu erhalten, durften sie lange Zeit nicht aufgeschrieben werden. Veda wird einfach mit Wissen übersetzt. Auch Yoga war lange Zeit eine Geheimlehre – man wusste wohl schon damals von seiner revolutionären Sprengkraft.

(aus “Yoga – Wirkung. Wahrheit. Weisheit.” von Claudia Scheiderer)

Erhältlich als Taschenbuch und als E-Book.

 

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