Zitat über Körper, Selbstbewusstsein, Leben und dessen Sinn…

“Was nützt uns das schnellste und schönste Auto, 
wenn wir damit ständig gegen die Wand fahren?”
– Claudia Scheiderer –  

(aus “Yoga – Wirkung. Wahrheit. Weisheit.” von Claudia Scheiderer)

Erhältlich als Taschenbuch und als E-Book.

 

Mehr Informationen finden Sie unter www.tausendschlau.com.

Weisheit im Alter?! aus: Yoga – Wirkung. Weisheit. Wahrheit. von Claudia Scheiderer

Was etwa macht Altersweisheit aus? Als eine Art Hingabe an das Leben, kommt sie ohne Urteile aus. Ein altersweiser Mensch hat das Leben so wie es ist, voll und ganz angenommen. Aus Einsicht durch langjährige – wahrscheinlich schmerzhafte – Erfahrung, dass sich das Leben nicht nach unseren Vorstellungen richtet. Das Resultat: Wunschlos glücklich. Aber weshalb sollten wir damit bis zum Alter warten?

Die Dinge im Leben so sein und kommen zu lassen, wie sie sind, das gelingt uns leichter, wenn wir uns nicht länger mit ihnen identifizieren. Damit werden auch unsere Verlustängste weniger. Denn sie sind Begleiterscheinungen unserer Identifikationen: Mein Pferd, meine Frau oder mein Mann, mein Haus, meine Arbeit – aber alles Haben gehört der Katz bzw. dem Ego. Weil es vergeht. Wir haben aber nicht, sondern von unserem eigentlichen Wesen her, sind wir. Deswegen heißt es ja auch: Ich bin! und nicht Ich habe! Denn unser Hab und Gut vergeht. Genauso unser Körper, unser Geist und unsere Gedanken. Und trotzdem werden wir bleiben. Es bleibt unser unvergänglicher Anteil. Etwas, das immer da sein wird – auch über den Tod hinaus. Wir können es als unsterbliches Selbst oder Seele bezeichnen. Das ist unsere eigentliche, unsere wahre Natur.

Solange wir uns jedoch mit unserem Verstand identifizieren, beziehen wir unser Selbstgefühl von außen.

Wir beziehen das Gefühl, wer wir eigentlich sind aus unserer Rolle in der Gesellschaft, unserem Besitz, unserem Aussehen, unserem Erfolg oder unserem Scheitern. Wir identifizieren uns mit den Dingen, die wir haben. Aber das sind brüchige Glücksrepräsentanten, weil sie vorübergehen. Das falsche, vom Verstand geschaffene Selbst, das Ego, fühlt sich deshalb sehr verletzlich. Es ist ständig auf der Suche nach Bestätigung, ohne dabei jemals zufrieden zu sein. Nichts wird jemals ausreichen, um ihm dauernde Erfüllung zu verschaffen. Kaum ist es bei einem Ziel angekommen, will es schon das nächste in Angriff nehmen. Heute bin ich Abteilungsleiter und in fünf Jahren will ich Hauptabteilungsleiter werden usw.

(aus “Yoga – Wirkung. Wahrheit. Weisheit.” von Claudia Scheiderer)

Erhältlich als Taschenbuch und als E-Book.

 

Mehr Informationen finden Sie unter www.tausendschlau.com.