Wege des Willens – aus: Yoga – Wirkung. Wahrheit. Weisheit. von Claudia Scheiderer

Zwei Mönche – ein junger und ein alter – wandern nach getaner Feldarbeit zurück zu ihrem Kloster. Dabei müssen sie einen Fluss überqueren. Am Ufer steht eine schmächtige Frau, die auch hinüber will, sich aber der Strömung nicht gewachsen fühlt. Sie fragt den alten Mönch, ob der ihr helfen könne, den Fluss zu überqueren. Der geht gesenkten Hauptes schnell an ihr vorbei und tut so, als ob er sie weder gehört noch gesehen hätte.

Du hast alle Regeln gebrochen!

Nach einer Weile erreicht der junge Mönch den Fluss. Sie fragt ihn, ob er ihr helfen könne. Der überlegt nicht lang, nimmt sie auf die Schulter und trägt sie zum anderen Ufer. Herzlich bedankt sie sich. Im Kloster angekommen, herrscht der alte den jungen Mönch wutentbrannt an: „Ich habe den ganzen Weg zurück zum Kloster darüber nachgedacht, aber ich werde diesen Fall dem Abt melden müssen. Uns ist es strengstens untersagt, das andere Geschlecht anzusehen, mit ihm zu reden, geschweige denn es anzufassen. Und Du hast alle drei Regeln gebrochen. Das ist unfassbar.“ Darauf antwortet der junge Mönch nur lapidar: „Was, ich habe die junge Frau vor zwei Stunden am anderen Ufer abgesetzt, aber Du hast sie bis ins Kloster  getragen?“

Bin ich meine Gedanken oder habe ich meine Gedanken?

Ja, wir tragen manchmal schwer an unseren Gedanken. Vor allem, wenn wir uns mit ihnen identifizieren und sie damit auch noch für wahr halten. Fragen wir uns mal: Bin ich meine Gedanken oder habe ich meine Gedanken? Kommen die Gedanken einfach oder denke ich meine Gedanken und kann ich mich vielleicht beim Denken beobachten? Je mehr wir uns von unseren Gedanken emanzipieren, desto freier werden wir im Kopf.

(aus “Yoga – Wirkung. Wahrheit. Weisheit.” von Claudia Scheiderer)

Erhältlich als Taschenbuch und als E-Book.

 

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Zitat über Gedanken, Geist, Selbstbewusstsein und Kontrolle…

“Du bist der Herr im Haus. 
Nicht Dein Geist!”
– Claudia Scheiderer –  

(aus “Yoga – Wirkung. Wahrheit. Weisheit.” von Claudia Scheiderer)

Erhältlich als Taschenbuch und als E-Book.

 

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Wir definieren uns über das Sehen – und wir denken in Bildern! – aus: Gehirn-Glühen von Ulrich Bien

Scharfe Sinne sind eine Grundvoraussetzung für ein perfekt arbeitendes Gehirn. Aber neben dem in der vorigen Übung beschriebenen Beobachten, sollten Sie außer den Augen auch das Hören, Riechen, Tasten und vielleicht sogar das Schmecken einsetzen und sich so in der vollen und ganzen Wahrnehmung Ihrer Umwelt trainieren.

Versuchen Sie, sich blind anzuziehen oder ein Brot mit Butter zu bestreichen.

Eine gute Übung, um zu erfahren, was Sie alles nicht wissen über eine eigentlich vertraute Umgebung, ist das Verbinden der Augen. Versuchen Sie, sich blind anzuziehen oder ein Brot mit Butter zu bestreichen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, lassen Sie sich bei diesem Experiment von einem Partner begleiten (damit die Marmelade nicht auf dem Küchenfußboden endet). Und denken Sie über den Unterschied nach, wie Sie etwas sehend und blind gemacht haben – Wissen und Erinnern müssen nämlich ganz anders funktionieren, wenn das Gehirn nicht hinsehen kann: Wo genau liegt das Messer in der Schublade? Wie ertasten und benutzen Sie es? Und worauf achtet im Gegensatz dazu ein Sehender, wenn er in einen Besteckkasten blickt?

Wie gut kennen Sie Ihren Kleiderschrank?

Machen Sie das gleiche Experiment morgens beim Anziehen! Wie gut kennen Sie Ihren Kleiderschrank – immerhin ein Möbel, das täglich benutzt wird. Genauso sollten Sie Orte, die Sie gut kennen, mal ohne Augen erleben. Fühlen Sie sich durch Ihr Auto (aber bitte nur im Stand). Schalten Sie in der U-Bahn auf blind und achten Sie auch hier wieder darauf, was Ihnen mit den Augen nicht aufgefallen wäre.

Solche Übungen sind nicht nur eine gute Erfahrung in dem Moment, wenn Sie nichts sehen können, sondern Sie schärfen die Sinne langfristig, weil Sie erfahren, was für Informationen Sie neben dem (selbstverständlichen) Sehen über die anderen Sinne erhalten.

Das gleiche können Sie beim Lernen tun. Statt immer wieder auf die Schaubilder aus dem Fachbuch zu starren, schließen Sie die Augen und probieren Sie aus, wie viel von einem Diagramm oder einer Zeichnung nach dem Ansehen vor dem inneren Auge wieder auftaucht. Genauso können Sie mathematische und chemische Formeln nur in Ihrer Vorstellung visualisieren. Diese Form des Erinnerns ist eine der besten Lernmethoden, weil das Gehirn darauf trainiert wird, die Fakten nicht nur wieder zu erkennen, sondern diese präzise zu reproduzieren. Sie aktivieren damit andere Regionen in Ihrem Gehirn und schulen Ihre bildliche Vorstellungskraft – eine eher selten genutzte Form des Gedächtnisses.

(aus “Gehirn-Glühen – Die besten Tipps und Übungen für ein geniales Gedächtnis”)

Erhältlich als TaschenbuchE-Book und auf DVD.

  

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Aufmerksamkeit und Konzentration als Basis für erfolgreiches Lernen – aus: Gehirn-Glühen von Ulrich Bien

Ein wacher Geist ist eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass Ihr Gehirn effektiv arbeiten kann. Wenn alle Sinneskanäle weit offen sind, dann können die Informationen bis ins Gehirn vordringen.

Durch das heutige Dauerfeuer der Medien stellen unsere Sinne gerne auf stur und lassen nichts mehr rein in den Kopf.

Klingt einfach logisch, ist aber keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Durch das heutige Dauerfeuer der Medien stellen unsere Sinne gerne auf stur und lassen nichts mehr rein in den Kopf. Aber die Medienindustrie versucht immer geschickter diese Barriere zu durchbrechen. Die Aufmerksamkeit der Kunden ist – neben dem Geld – das oberste Ziel der Konsum-Konzerne.

Das Ergebnis: Wir werden von immer mehr Dingen immer stärker abgelenkt. Eine Umfrage hat ergeben, dass ein Drittel aller Handybesitzer das Essen unterbrechen, wenn eine Kurznachricht ankommt – und angeblich schauen sogar fünf Prozent aller Deutschen beim Geschlechtsverkehr auf das Handy, wenn es mittendrin piept und klingelt.

Aber nicht nur in den Betten lenken die elektronischen Helfer ab, sondern auch im Büro: Amerikanische Manager schauen im Schnitt alle siebeneinhalb Minuten auf ihren persönlichen digitalen Assistenten (kurz Smartphone genannt). Noch extremer ist die jüngere Generation (laut Ergebnissen einer Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen): Durchschnittlich 3.339 Kurznachrichten (SMS) schreiben amerikanische Jugendliche pro Monat. Das ist eine Nachricht alle zehn Minuten, wenn die Kids wach sind. Spitzenreiter sind dabei die Mädchen mit 4.050 Nachrichten.

Ablenkung kann sogar gefährlich sein!

Konzentriertes Arbeiten ist da kaum noch möglich. Eigentlich kann diese Form der Dauerablenkung sogar als gefährlich bezeichnet werden: Nachdem in 2011 in Dubai die Nachrichtenserver eines großen Smartphone-Anbieters ausgefallen waren, ging die Unfallquote an diesem Tagen zwischen 20 und 40 Prozent zurück! Was bei uns längst verboten ist, wird auch in anderen Ländern noch rege praktiziert: Eine Studie der National Highway Traffic Safety Administration hat ergeben, dass jeder zwanzigste Autofahrer in den USA sein Mobiltelefon am Ohr hat. Das sind in diesem Augenblick rund 13,5 Millionen Menschen auf amerikanischen Straßen – und so lassen sich zehn Prozent der tödlichen Unfälle auf Ablenkung durch Telefon zurückführen (vermutlich ist diese Zahl aber noch viel höher).

Ablenkung ist völlig normal!

Dabei ist es vollkommen natürlich, abgelenkt zu werden. Als wir noch auf den Bäumen gelebt haben, war es eine Grundvoraussetzung dafür, nicht gefressen zu werden: Tiere sind ständig abgelenkt von dem, was sie gerade tun. Das Rascheln im Busch könnte ein Jäger sein, der sie verspeisen will, also schauen sie instinktiv hin – nur um ganz sicher zu gehen. Deswegen lässt unser Gehirn sich gerne ablenken und achtet scheinbar mehr auf die vielen kleinen Störenfriede als auf die Latein-Vokabeln.

(aus “Gehirn-Glühen – Die besten Tipps und Übungen für ein geniales Gedächtnis”)

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Die Hauptstadt von Kanada? Wie unser Gehirn mit Un-Wissen umgeht – aus: Gehirn-Glühen von Ulrich Bien

Fragen Sie jemanden, ob er Ihnen die Hauptstädte von Kanada und Australien nennen kann.

Die Ergebnisse solcher Befragungen sind verheerend schlecht! Aber ist es so schwer, einmal und für immer zu lernen, dass Ottawa die Hauptstadt von Kanada und Canberra die von Australien ist? Immerhin gehören beide Staaten zu den zehn größten Ländern der Erde.

Allgemeinbildung wird so teuer gehandelt wie echtes Gehirn-Gold.

Allgemeinbildung wird so teuer gehandelt wie echtes Gehirn-Gold. Gleichzeitig stellt sich immer wieder die Frage: Was ist das eigentlich genau? Tiefenwissen in allen wichtigen Naturwissenschaften plus sechs oder mehr Kunstepochen und genauso viele Baustile? Oder Zugriff auf die Lehrpläne aus der Schulzeit inklusive Lernprogramm aus dem Fernsehen?

Allgemeinbildung ist alles das, was uns im Alltag begegnet.

Hier eine – aber sicher nicht die einzige – Definition: Allgemeinbildung ist alles das, was uns im Alltag begegnet – von Ernährungs-Fachbegriffen im Supermarkt, der Diskussion um den Motorschaden am Neuwagen bis zu dem, was in Tageszeitungen zu lesen und in den Nachrichten zu sehen ist. Mitreden und -diskutieren zu können. Es ist ein einfacher Test, ob wir mit dem, was wir im Kopf haben, auf einem guten und aktuellen Stand sind.

Aber viel wichtiger ist eigentlich das, was wir nicht wissen. Denn damit können wir die Lücken stopfen und unsere Allgemeinbildung auf wissenden Hochglanz polieren.

Aber wie wissen wir, was wir nicht wissen? Was fast wie eine hoch philosophische Frage klingt, liegt tatsächlich offen vor uns – es ist unser Kopf, der nicht richtig hinsieht. Das Problem: Wenn unser Gehirn mit einer Information nichts anfangen kann – also keine Vorstellung davon hat und keine Knoten zwischen den Nervenzellen knüpfen kann – dann ist das genauso schnell wieder vergessen, wie wir es gesehen, gehört oder gelesen haben.

Unser Kopf kann sein Unwissen hervorragend ignorieren.

(aus “Gehirn-Glühen – Die besten Tipps und Übungen für ein geniales Gedächtnis”)

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Eine gründliche Analyse eines Thema ist der beste Start zum Lernen – aus: Gehirn-Glühen von Ulrich Bien

Wie im vorigen Kapitel beschrieben, liebt das Gehirn komplexe Informationen, denn je umfangreicher und lebendiger die Fakten, desto besser kann das Gehirn sich dazu etwas vorstellen und es damit auch merken.

Wenn Sie also wissen wollen, wie ein Uhrwerk funktioniert, marschieren Sie am besten zu einem Uhrmacher und schauen dort einem Feinmechaniker über die Schulter. Studieren Sie die beweglichen Modelle im Museum. Kaufen Sie sich einen Bausatz, um selbst einen Zeitmesser zusammen zu schrauben. Oder erleben Sie in einer Computeranimation, was in Unruhe, Federwerk und Tourbillon vor sich geht.

Alle diese technischen Einzelteile haben eine Funktion und einen Zusammenhang – sie sind keine willkürliche und unlogische Konstruktion, die zufällig eine Maschine ergibt, mit der die Zeit angezeigt wird.

Viele Fakten haben einen Sinn!

Genauso haben viele andere Fakten einen Sinn. Der ist nur manchmal gar nicht mehr sichtbar. Aber wenn wir den Sinn dahinter erkennen, werden scheinbar abstrakte Fakten plötzlich logisch und bekommen einen Zusammenhang. Damit sind sie für das Gehirn viel merkwürdiger als alles, was wir durch stures Wiederholen in den Kopf stopfen.

Eine Frage an die bildliche Vorstellungskraft Ihres Kopfes: Kennen Sie den Union Jack, also die Flagge von Großbritannien? Bestimmt kennen Sie das farbenfrohe Linienmuster: Ein gerades und ein diagonales rotes Kreuz auf blauem Hintergrund. Aber kennen Sie auch den Grund, warum diese Flagge so aussieht?

Kennen Sie den Union-Jack? Wirklich?

Die Lösung wird Ihnen nicht nur helfen, die Fahne besser zu verstehen, sondern gleichzeitig Ihr Flaggenwissen massiv erweitern. Denn der Union Jack (offiziell eigentlich Union Flag) zeigt drei Nationalwimpel in einem. Es sind folgende Fahnen: Schottland im Hintergrund als blaues Rechteck mit einem weißen, diagonalen Kreuz. Dann Irland als weiße Fahne mit einem schrägen Kreuz in rot. Und schließlich England im Vordergrund als weiße Fahne mit einem geraden roten Kreuz.

Auch an diesem Beispiel sehen Sie wieder: Statt einem Länderwimpel haben Sie jetzt vier im Kopf.

Für das Gehirn ist das Mehr an Informationen gar kein Merk-Problem, weil eine auf den ersten Blick abstrakte Information von scheinbar zufällig angeordneten Flächen, Farben und Linien auf den zweiten Blick plötzlich einen Sinn bekommt. Alle weiteren Fakten drehen sich um diesen Zusammenhang und werden vom Kopf automatisch zu einer kleinen Wissensfamilie gruppiert.

(aus “Gehirn-Glühen – Die besten Tipps und Übungen für ein geniales Gedächtnis”)

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Anfänger oder Experte? Wir wissen mehr, als wir glauben – aus: Gehirn-Glühen von Ulrich Bien

Denken Sie manchmal, Sie haben keine Ahnung von gar nichts? Ja? Stimmt nicht! Und ganz im Gegenteil! Sicher kennen Sie Leute, die zu jedem Thema etwas zu sagen haben und immer und überall mitreden können. Tatsächlich wissen unsere Gehirne über ziemlich viele Themen eine ganze Menge – und in vielen Fällen mehr, als wir ahnen.

Sie sperren sich lediglich dagegen, in ihrem Kopf auf die Suche zu gehen.

Machen Sie den Selbstversuch: Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und notieren Sie, was Sie über Kernenergie, Allergien oder Raumfahrtechnik wissen. Oder, wenn Sie gerade nichts zu schreiben dabei haben, sortieren Sie Ihr Wissen im Kopf.

Tatsächlich reagieren viele mit einem spontanen „keine Ahnung“. Damit ist aber noch lange nicht gesagt, dass sie nichts wissen. Sie sperren sich lediglich dagegen, in ihrem Kopf auf die Suche zu gehen. Andererseits sollten Sie natürlich nicht erwarten, dass Sie ohne Lernen Satellitenflugbahnen berechnen oder einen Reaktor bauen können. Fangen Sie trotzdem einfach an, eine Liste mit Stichworten aufzusetzen. Was für Bilder kommen Ihnen beim Stichwort Raumfahrt in den Sinn? Space Shuttle, Mondlandung, Neil Armstrong, NASA, Sputnik, Schwarze Löcher, Lichtgeschwindigkeit und so weiter.

Vermutlich werden Sie erstaunt sein, wie viele Stichwörter sich auf dem Papier angesammelt haben. Es gibt kaum ein Thema, bei dem wir wirklich bei null Komma null anfangen. Zu den vorgegebenen Themen von oben werden Sie sicher 100 oder mehr Stichworte auflisten können.

Wie viele italienische Vokabeln kennen Sie?

Wenn Sie ein weiteres Mal auf die Suche nach dem unbekannten Wissen in Ihrem Kopf losziehen wollen, probieren Sie diesmal eine Fremdsprache, die Sie – eigentlich – gar nicht sprechen. Wie viele italienische Vokabeln kennen Sie? Wie viele Wörter auf Russisch oder Japanisch? Starten Sie bei Italienisch mit Speisen und Getränken: Vino, pasta und ristorante kennen Sie sicher. Dann ein paar Anreden und weitere geläufige Begriffe und so weiter.

Ciao!

(aus “Gehirn-Glühen – Die besten Tipps und Übungen für ein geniales Gedächtnis”)

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Kreativität spielend lernen – Tipps von Ulrich Bien auf Gesuendernet.de

Geniale Ideen sind kein Zufall! Mit dem richtigen Training kann das Gehirn tatsächlich kreativer und einfallsreicher werden. Im zweiten Teil des Brainjogging-Specials auf Gesuendernet.de erklärt Ulrich Bien, Autor des Buchs “Gehirn-Glühen“, wie der Kopf gezielt auf Hochtouren gebracht werden kann. Spielerischen Übungen halten nicht nur das Gehirn fit, sondern sie belohnen uns auch mit vielen genialen Einfällen und Ideen. Wie ein Leistungssportler seine Muskeln trainiert, so können Denker ihr Gehirn auf Trab halten.

Unbedingt lesen und am eigenen Kopf erfahren, zu welchen Leistungen das Gehirn fähig ist!

Quelle: GesuenderNet.de Brainjogging Teil 1 & Teil 2/ Gehirn-Glühen von Ulrich Bien (auch als E-Book und DVD erhältlich)

  

Komplexe und umfangreiche Themen lernen – aus: Gehirn-Glühen von Ulrich Bien

Schwergewichtige Wälzer sehen gut aus im Bücherregal und die meisten Menschen glauben, dass besonders dicke und unverständlich geschriebene Bücher die wertvollsten Fakten enthalten. Das Gegenteil ist der Fall: Wenn Sie erleben, wie ein Ottomotor funktioniert, speichert der Kopf dies viel besser ab, als wenn Sie darüber in einem Fachbuch über Verbrennungsmotoren etwas lesen. Noch drastischer ist der Fall Radfahren: Das können Sie sich gar nicht theoretisch beibringen – kein Buch wird Sie radeln lassen. Nur, wer selbst auf dem Sattel sitzt, lernt Rad zu fahren.

Wenn Sie ein komplexes Thema lernen wollen, fangen Sie auf keinen Fall beim dicksten Fachbuch auf der ersten Seite an.

Ziehen Sie an dieser Stelle jedoch bitte nicht den Schluss, dass Sie sich nur noch mit seichten, bunten und oberflächlichen Informationen beschäftigen sollen. Aber statt sich durch unverständlichen Formel- und Formulierungswahnsinn zu quälen, gibt es auch gut gemachte Literatur, die wirklich jeder versteht – ohne dabei weniger zu lernen. Je weiter eine Beschreibung von der Wirklichkeit – dem Erleben – entfernt ist, desto mehr muss der Kopf sich anstrengen, diese Beschreibungen in eine reale Vorstellung zu übersetzen. Das wohl extremste Beispiel ist die Legende von einem jungen Amerikaner, der durch ansehen einer Anwaltsserie die Juristenprüfung bestanden hat. Diese Geschichte ist nicht belegt, aber zumindest macht sie nachdenklich.

Das Gehirn kann praktisch unendlich viele Fakten behalten – sofern diese Gehirn-gerecht aufbereitet sind – suchen Sie mal einen spannend formulierten Rechtsfall in einem juristischen Standardwerk. Oder wenn Sie das Stichwort Kohlenwasserstoffe hören, wird Ihr Gehirn nicht unbedingt etwas damit anfangen können. Wenn Sie jedoch hören, dass Kohlenwasserstoffe in fossilen Brennstoffen vorkommen, löst das bereits erste konkrete Vorstellungen aus.

Jetzt brauchen Sie nur noch Benzin oder Diesel zu denken!

(aus “Gehirn-Glühen – Die besten Tipps und Übungen für ein geniales Gedächtnis”)

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Lerne lieber ungewöhnlich – Spass statt Routine (aus:Gehirn-Glühen von Ulrich Bien)

Immer das gleiche Zimmer, immer der gleiche Blick auf den unordentlichen Schreibtisch, immer die gleiche, öde Quälerei. Wenn Sie glauben, sich zu etwas zwingen zu können, dann liegen Sie falsch! Unser Gehirn ist ein ziemlich schlaues Ding: Sobald Routine auftritt, macht es eine Pause und regelt seine Leistung herunter. Oder es aktiviert eine Menge anderer Abwehrmechanismen gegen langweiliges Lernen: Träumen, Abschweifen, Hungergefühl, Erinnerungen an dringendere Aufgaben. Sie kennen die Taktik Ihres Kopfes am besten.

Unser Kopf ist auf Abwechslung programmiert, auf spannende Dinge, auf bunte Bilder.

Wenn Sie das Lernen zu einem routinierten und eintönigen Vorgang machen, werden Sie weder Spaß noch Erfolg dabei haben. Unser Kopf ist auf Abwechslung programmiert, auf spannende Dinge, auf bunte Bilder. Er bevorzugt Abwechslung und Action, möglichst viele verschiedene Eindrücke und tatsächlich auch unterhaltsame Informationen.

Bei jeder Form der Ernsthaftigkeit – die ja gerne mit dem hoch-disziplinierten Studium abstrakter Fakten verwechselt wird – macht die Birne das Licht aus. Wissen Sie, warum Kindersendungen so lehrreich sind – manchmal sogar für Erwachsene? Und warum Fernsehen generell das perfekte Medium für den Kopf ist: Es besteht nur aus Bildern und bietet genial gemachte Unterhaltung – auch wenn diese Argumente den ernsthaften und vernünftigen Zeitgenossen nicht gefallen, müssen wir uns damit abfinden, dass dieses Medium unglaublich erfolgreich ist.

Je außergewöhnlicher etwas ist, desto fester brennt es sich in den Kopf. Das kann genauso ein Ereignis sein, wie eine Information.

Auch die immer extremere Entwicklung des Fernsehprogramms verfolgt einen Zweck: Je außergewöhnlicher etwas ist, desto fester brennt es sich in den Kopf. Das kann genauso ein Ereignis sein, wie eine Information.

Der 11. September 2001 ist ein drastisches Beispiel dafür, wie unser Gehirn etwas behält. Wissen Sie noch, was Sie an dem Tag getan haben? Ganz sicher erinnern Sie sich daran – auch wenn es vielleicht gar nichts Besonderes gewesen ist. Aber können Sie auch noch sagen, was Sie einen Tag danach oder davor gemacht haben? Denken Sie sich ganz kurz zurück zum Titel dieses Kapitels: Lerne lieber ungewöhnlich! Das ist ein wichtiges Motto, mit dem alles leichter rein geht in den Kopf.

(aus “Gehirn-Glühen – Die besten Tipps und Übungen für ein geniales Gedächtnis”)

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